Das Jahr 2026 markiert einen kritischen Wendepunkt für Solaranlagen und Stromspeicher. Nach Jahren des stetigen Preisrückgangs sind wir im Tal der Preise angekommen – und die Kurve zeigt jetzt deutlich nach oben. Lithium wird knapp, Rohstoffe teurer, Module und Speicher folgen. Hinzu kommen Unsicherheiten bei Förderungen und Mehrwertsteuervergünstigungen. Das Fenster der Gelegenheit schließt sich schneller als viele denken.
Das Tal der Preise: Wo wir 2026 stehen
Der lange Preisrückgang (2015–2025)
Die vergangenen zehn Jahre waren ein Segen für alle, die in Solarenergie und Stromspeicher investieren wollten. Die Preise fielen kontinuierlich:
- Batteriepreise: 2010 kosteten die Rohstoffe für Lithium-Ionen-Batterien 1.200 USD pro Kilowattstunde. 2025 waren es nur noch 108 USD/kWh – eine Reduktion von 93 Prozent[1]
- Solarmodule: Fielen von über 4 EUR/Watt (2010) auf unter 0,20 EUR/Watt (2025) – ein ähnlich dramatischer Preissturz[1]
Diese Entwicklung führte zu einer Situation, in der Solaranlagen und Speicher so günstig waren wie nie zuvor. Viele Interessenten warteten ab – in der Hoffnung, noch günstiger investieren zu können.
Das war ein Fehler. 2026 ist das Jahr, in dem diese Rechnung nicht mehr aufgeht.
Die Wende: Hier ist das Tal
Der Moment, wo die fallenden Preise zu stagnieren und zu steigen beginnen, ist JETZT. Das liegt nicht an Konjunktur oder Nachfrage-Überschuss, sondern an einer einfachen geologischen Realität: Die Rohstoffe werden knapp, und die Preise gehen nach oben.
Das zeigt sich konkret:
- Lithium: Im Januar 2026 auf Zwei-Jahres-Hoch von 140.000 chinesische Yuan pro Tonne[2]
- Batteriespeicher: Erste Preiserhöhungen im Januar 2026 sichtbar. CATL erhöhte Verarbeitungsgebühren um 3.000 Yuan/Tonne[3]
- Systempreise Deutschland: Ein 10-kWh-Heimspeicher kostete 2025 etwa 3.300 EUR. 2026 wird er etwa 4.000 EUR kosten – ein Plus von 700 EUR[4]
- Solarmodule: Auch hier zeichnen sich erste Preiserhöhungen ab, da die Rohstoffkosten (Silizium, Glas, Aluminium, Rahmen-Materialien) steigen
Wir haben das Tal erreicht – und klettern jetzt wieder nach oben.
Warum jetzt? Die Rohstoff-Knappheit kommt
Der Grund für diese Wende ist nicht konjunkturell, sondern strukturell. Die globale Versorgung mit essenziellen Rohstoffen für Batterien und Module ist eng verknüpft mit geopolitischen Abhängigkeiten und extremen Konzentration.
Das Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI) hat die globalen Rohstoffquellen analysiert[5] – die Ergebnisse sind beunruhigend:
Lithium: Australien und Chile dominieren
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Die weltweite Lithiumförderung wird von wenigen Ländern dominiert[5]:
- Australien: 45 Prozent der globalen Förderung (2020–2024)
- Chile: 24 Prozent
- China: 16 Prozent
Diese drei Länder decken 85 Prozent der weltweiten Lithiumproduktion ab. Alle übrigen Länder zusammen schaffen nur 15 Prozent.
Das Problem: Prognosen für 2025–2030 zeigen einen Rückgang der Anteile. Australiens Anteil sinkt auf 33 Prozent, Chiles auf 13 Prozent, Chinas auf 14 Prozent[5]. Das liegt nicht an mehr Produktion insgesamt – es liegt daran, dass neue Minen weltweit nicht schnell genug hochgefahren werden. Die Genehmigungsprozesse sind langwierig, die Umweltbelastungen enorm.
Ergebnis: Ein immer tiefer werdendes Angebots-Defizit. Die Nachfrage wächst (Elektromobilität, Stromspeicher, KI-Rechenzentren), aber das Angebot hinkt hinterher.
Kobalt: Afrikanische Abhängigkeit
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Die Kobalt-Situation ist sogar extremer[5]:
- Demokratische Republik Kongo: 74 Prozent der weltweiten Kobaltproduktion
- Indonesien: 6 Prozent
- Alle anderen Länder zusammen: 20 Prozent
Das ist eine katastrophale Abhängigkeit von einem einzigen Land, das zudem politisch instabil ist. Wenn die Demokratische Republik Kongo die Förderung drosselt – oder wenn Exportbeschränkungen kommen – kollabiert die globale Batterieindustrie.
Bis 2030 wird sich daran nichts ändern. Kongo wird mit 75 Prozent noch dominanter[5].
Nickel: Indonesien übernimmt
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Nickel wird für hochenergie-dichte Batterien benötigt[5]:
- Indonesien: 47 Prozent (2020–2024), wächst bis 2030 auf 63 Prozent
- Philippinen: 11 Prozent (fällt bis 2030)
- Russland: 7 Prozent (steigt bis 2030 auf 13 Prozent – problematisch wegen Sanktionen)
Auch hier: extreme Konzentration auf wenige Länder, und diese sind teilweise geopolitisch fragil.
Graphit: China beherrscht den Markt
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Graphit ist das zentrale Material für Anoden in Lithium-Ionen-Batterien[5]:
- China: 76 Prozent der globalen Förderung (2020–2024), bleibt bis 2030 mit 57 Prozent dominant
- Mosambik, Madagaskar, Brasilien: Je 5–6 Prozent
- Kanada, Tansania: Wachsen bis 2030
China ist in diesem Bereich so dominant, dass es Graphit als geopolitische Waffe nutzen könnte. Und die Trends zeigen: China verstärkt seine Raffinations-Kapazitäten zusätzlich zur Rohförderung. Das heißt: China kontrolliert nicht nur die Rohstoffe, sondern auch deren Verarbeitung.
Zusammenfassung der Rohstoff-Lage:
Batterien und Solarmodule hängen von einer handvoll Ländern ab, viele davon geopolitisch fragil. Die Preise werden nicht fallen. Sie werden steigen.
Wo sehen wir diese Kostensteigerungen konkret?
Batteriespeicher
- HVS-Systempreise: Weitgehend stabil, aber erste Erhöhungen sichtbar
- Endkundenpreise 10 kWh: +500–1.000 EUR gegenüber 2025
- Trend 2026+: Weitere moderate Erhöhungen in allen Segmenten
Solarmodule
Die Preissteigerungen bei Solarmodulen hinken den Batteriepreissteigerungen um 1–3 Monate hinterher. Das liegt daran, dass Hersteller noch Rohstoffe mit alten Preisen verarbeiten. Aber wenn diese aufgebraucht sind:
- Siliziumkosten: Bereits gestiegen
- Rahmenmaterialien (Aluminium, Glas): Folgen dem Lithium-Trend
- Endkundenpreise pro Watt: Werden 2026 wieder ansteigen – die erste Erhöhung seit 2015
Systemintegration (Wechselrichter, Kabel, Montage)
Diese Kosten folgen dem Trend bei Rohstoffen und Arbeitskosten. Sie werden ebenfalls steigen – nicht dramatisch, aber spürbar. Ein typisches Installations-Paket (Wechselrichter, Befestigung, Kabel, Montage) für eine 10-kWp-Anlage wird 2026 etwa 1.000-2.000 EUR teurer sein als 2025.
Die strategische Unsicherheit: Förderungen und Steuern
Es gibt noch einen zweiten Grund, JETZT zu handeln – und dieser ist sogar wichtiger als die Rohstoff-Preise:
Die Regelungen ändern sich, und wir wissen nicht, wie.
Einspeisevergütung: Auslauf-Szenario
Die deutsche Einspeisevergütung ist für 20 Jahre festgeschrieben. Die aktuelle Diskussion in der Politik ist deutlich:
- Einige Experten fordern, dass die Einspeisevergütung nach 2025 sinkt (aktuell 8,11 ct/kWh für Anlagen >100 kWp)
- Andere fordern sogar ein komplettes Auslaufen bestimmter Förder-Maßnahmen
- Das Risiko ist real: In Dänemark und den Niederlanden gibt es bereits Szenarien ohne Einspeisevergütung. Die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen sinkt dann deutlich.
0% Mehrwertsteuer: Befristet und umstritten
Die aktuelle 0% Mehrwertsteuer auf Solaranlagen und Speicher ist bis Ende 2025 gesichert. Danach:
- Die Regelung war ursprünglich befristet bis 2025
- Eine Verlängerung bis 31. Dezember 2026 ist beschlossen – aber nicht sicher
- Was nach 2026 passiert: Total offen. Es könnte wieder 19% MwSt. gelten.
Was bedeutet das für Sie? Eine 10.000-EUR-Anlage kostet mit 19% MwSt. plötzlich 11.900 EUR – 1.900 EUR mehr. Das ist ein massiver Anstieg, der die Rendite-Berechnung komplett verändert.
Die Kombination: Teuer UND weniger Förderung?
Stellen Sie sich ein Szenario vor, das 2027/2028 eintreffen könnte:
- Rohstoff-Preise haben um weitere 10–15% erhöht
- Solarmodule und Speicher kosten entsprechend mehr
- Einspeisevergütung ist gesunken (oder weggewichtet)
- 0% MwSt. gibt es nicht mehr – 19% MwSt. zurück
Die Rendite einer Solaranlage, die 2025 mit 6% Rendite wirtschaftlich war, könnte 2027 nur noch 2–3% Rendite bieten. Plötzlich ist die Investition nicht mehr sinnvoll.
Das heißt konkret: Wer nicht JETZT investiert, könnte 2027/2028 überhaupt nicht mehr investieren.
Die Botschaft: Handeln Sie JETZT
Warum 2026 noch das letzte gute Fenster ist:
- Rohstoff-Preise steigen jetzt, nicht irgendwann – Sie zahlen noch die alten Preise, wenn Sie in den nächsten 3–4 Monaten bestellen (Lieferzeiten!)
- Förderungen sind noch sicher – 0% MwSt. ist bis 31.12.2026 garantiert, Einspeisevergütung aktuell auch
- Weitere Preissteigerungen sind vorprogrammiert – Überkapazität bremst 2026 ab, aber ab 2027 geht’s wieder rauf
- Unsicherheit über zukünftige Regelungen ist groß – Besser sicher jetzt investieren als hoffnungsvoll 2027 planen
Was Sie konkret tun sollten:
- Lassen Sie Ihre Dachfläche prüfen – Ein Termin bei uns dauert eine Stunde, ist kurzfristig umsetzbar und ist kostenlos
- Holen Sie Angebote ein JETZT – Mit den aktuellen Preisen, bevor die Rohstoff-Teuerung durchschlägt
- Nutzen Sie die 0% MwSt. – Bestellen Sie bis 31.12.2026, um Mehrwertsteuer zu sparen
- Sichern Sie sich die Einspeisevergütung – Bestellen bis 2026, damit Sie nicht mit sinkenden Sätzen abrechnen müssen
- Denken Sie langfristig – Eine Solaranlage oder ein Stromspeicher ist eine 20–25 Jahresinvestition. Die Rendite heute ist besser als morgen.
Fazit: Das Tal der Preise ist vorbei
Die guten Nachrichten der letzten zehn Jahre – dass alles günstiger wurde – sind zu Ende. Die Rohstoffe sind zu knapp, die Geopolitik zu fragil, die Nachfrage zu groß.
Wir sehen jetzt die Umkehrung: Preise steigen wieder. Rohstoffe werden teurer. Förderungen sind unsicher. Die Mehrwertsteuer könnte zurückkommen.
Für Sie heißt das einfach: Investieren Sie JETZT, nicht später.
Das nächste Preisttal wird es nicht geben. Die nächste große Kostenreduktion ist nicht in Sicht. Was Sie 2026 investieren, ist teurer als 2025 – aber deutlich günstiger als 2027.
Die Sonne scheint für jeden. Das finanzielle Fenster schließt sich aber schneller, als viele denken.
Quellen und weiterführende Informationen:
[1] BloombergNEF: Lithium-Ionen-Batteriepreise 2010–2025
[2] TradingEconomics / Gangfeng Lithium: Lithium-Preise Januar 2026
[3] CATL Pressemitteilung: LFP-Batterie-Gebührenerhöhung Januar 2026
[4] Marktanalyse Heimspeicher Deutschland 2025/2026
[5] Fraunhofer ISI: Globale Rohstoffquellen für Lithium-Ionen-Batterien – Eine detaillierte Analyse der weltweiten Förderkapazitäten und geopolitischen Abhängigkeiten für Lithium, Kobalt, Nickel und Graphit.
Das Fraunhofer ISI ist eines der führenden Institute zur Erforschung von technologischen Innovationen und deren Auswirkungen. Die Analyse basiert auf Datenquellen der United States Geological Survey und eigenen Datenbanken.
Haben Sie Fragen zur Rentabilität Ihrer potenziellen Solaranlage oder zum optimalen Zeitpunkt für eine Investition? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir zeigen Ihnen, wie Sie von den aktuellen Rahmenbedingungen profitieren – bevor sich alles ändert.


